Medien#Matrosen:
#Verantwortung
#Kreativität
#Medienkompetenz
Medien#Matrosen
Das macht dieses Projekt so besonders
# Verantwortung
Das Projekt Medien#Matrosen setzt auf einen innovativen Peer-to-Peer-Ansatz, bei dem Jugendliche als Lehrende fungieren und ihre jüngeren Mitschüler*innen in Kleingruppen anleiten. Diese Situation ermöglicht es beiden Gruppen – den Jugendlichen und den Kindern – auf jeweils unterschiedliche Weise zu wachsen und ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln.
# Kreativität
Das Projekt Medien#Matrosen verbindet die Anziehungskraft der digitalen Medien mit der Lust am kreativen Schaffen. iPad und Handy werden zu kraftvollen Werkzeugen, mit denen Jugendliche und Kinder ihre Ideen schnell, zeitgemäß und unkompliziert umsetzen können.
# Medienkompetenz
Jugendliche und Kinder erkunden zusammen den verantwortungsbewussten und kreativen Umgang mit digitalen Medien – auf Augenhöhe.
EIn aktuelles Thema – ganz anders behandelt
Jugendliche, Kinder & digitale Medien

Grundidee
Das Projekt Medien#Matrosen ist ein kultur- und medienpädagogisches Projekt, das nach dem peer2peer, bzw. Buddy-Prinzip funktioniert
– ältere Schüler*innen betreuen jüngere Schüler*innen. Bei den Medien#Matrosen bringen Jugendliche des 10. Jahrganges (Captains) den jüngeren Schüler*innen des 5./6. Jahrganges (Matrosen) einer Schule den kreativen und verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien näher.
Kompetenznachweis Kultur
Die Jugendlichen bekommen für ihr Engagement in dem Projekt ein bundesweites Zertifikat verliehen, welches Fähigkeiten in kulturellen Projekten auszeichnet und ihre persönliche Entwicklung dokumentiert:
den Kompetenznachweis Kultur
Die zwei Projektphasen
Das Projekt “Medien#Matrosen” teilt sich im schulischen Kontext grundsätzlich in zwei Phasen auf:
- Ausbildungsphase: Die Captains lernen innerhalb von 2 Schulhalbjahren
- den kreativen Umgang mit dem iPad (Foto, Film, Musik).
- pädagogische und medienpädagogische Inhalte für die Arbeit mit Kindern.
- ihre Selbstwahrnehmung im digitalen Raum zu erforschen und zu reflektieren.
- Praxisphase: Nach der Ausbildung arbeiten die Captains ein Schulhalbjahr lang mit den Matrosen zusammen.
- Dies beinhaltet wöchentliche Treffen mit den Kindern über 90 Minuten.
- Parallel zu den Treffen mit den Kindern erhalten die Captains weiterhin pädagogisch Unterstützung sowie Zeit für Planung der Lerninhalte
(1x wöchentlich ebenfalls 90 Minuten).
Ausbildungsphase
EInbindung in die Schulstruktur
Momentan findet das Projekt im zweiten Durchlauf an der IGS Roderbruch statt. Es ist dort passend in die Schulstrukturen integriert. Innerhalb eines Wahlpflichtkurses des 9. Jahrganges werden dort jeweils 12 Jugendliche über ein Jahr lang ausgebildet, damit sie mit Erreichen des 10. Jahrganges, jeweils im Zweierteam, eine Gruppe von 5./6. Klässler*innen übernehmen können. Die Kinder aus dem 5./6. Jahrgang wählen die Medien#Matrosen als Wahlbereich innerhalb des Ganztagsangebotes.
Kreative Inhalte
Die Jugendlichen erhalten innerhalb der zwei Schulstunden / Woche eine fundierte Ausbildung bezüglich der kreativen Möglichkeiten des iPads.
Den Schwerpunkt bilden dabei die drei künstlerischen Teilbereiche:
Foto, Film und Musik.


Pädagogische “Grundausbildung”
Ein weiterer wichtiger Aspekt der ersten Projektphase ist die Einbindung pädagogischer Inhalte. Die Jugendlichen erhalten erste theoretische Grundlagen in der (medien-)pädagogischen Arbeit mit Kindern.
Themen hier sind z.B.:
- Was sind grundlegende Regeln in der pädagogischen Arbeit mit Kindern?
- Wie baue ich eine Schulstunde auf?
- Welche medienpädagogischen Gesichtspunkte gilt es zu beachten?
- Wo stehe ich selber in der digitalen Welt und wie finde ich mich dort sicher und selbstbestimmt zurecht?
Praxisphase
Foto

- Grundlagen der Fotografie
- Bildbearbeitung
- Arbeit mit Foto KI
- Bildergeschichten und Comic
Film

- Grundlagen Film
- Trailer
- Storytelling
- Werbung
Musik

- Musikalische Grundkenntnisse
- Sampling und Hörspielproduktion
- Aufbau und Struktur von Songs
- Grundlagen der Musikproduktion
Die Arbeit in den Gruppen
Nach der erfolgreichen Ausbildung über zwei Schulhalbjahre beginnt für die Jugendlichen (Captains) nun die spannende Arbeit mit den Schüler*innen des 5./6. Jahrganges. Jeweils zwei Captains bilden ein Team und betreuen eine Gruppe von 6-8 jüngeren Kids für jeweils 90 Minuten, einmal pro Woche.
In dieser Zeit geben die Jugendlichen die zuvor gelernten kreativen und medienpädagogischen Praktiken und Inhalte eigenverantwortlich an die Kinder weiter.
Die genauen Schwerpunkte und Themen bestimmen sie dabei selbst.
Während der Gruppenzeiten ist immer eine der pädagogischen Leitungen vor Ort und kann gegebenenfalls unterstützen.


Pädagogische UNterstützung
Neben den wöchentlichen Terminen mit den Kindern, treffen sich die Jugendlichen für jeweils zwei Schulstunden mit der pädagogischen Leitung des Projektes.
Diese Treffen sind besonders wichtig, um …
- … aktuelle Probleme und Themen aus den Kleingruppen zu besprechen.
- … Inhalte der nächsten Stunden zu planen, bzw. vergangene Termine zu protokollieren.
Projektziele
Medien#Matrosen bereitet Jugendliche und Kinder auf die Herausforderungen einer digitalen und kreativen Welt vor, indem es ihnen praxisnahe Kompetenzen und wertvolle Erfahrungen vermittelt.
- Pädagogische und soziale Kompetenzen fördern
- Die Captains lernen, Verantwortung zu übernehmen, Gruppen zu leiten und Lernprozesse zu gestalten. Sie entwickeln Kommunikationsstärke, Einfühlungsvermögen, Konfliktlösungskompetenzen und Organisationstalent. Die Matrosen profitieren von einer klaren Anleitung, die sie in ihrer Teamfähigkeit, Selbstständigkeit und ihrem sozialen Miteinander stärkt.
- Kreativität fördern
- Medien#Matrosen regt kreative Denk- und Gestaltungsprozesse an. Die Captains lernen, wie sie Kreativität bei anderen fördern und dabei eigene Ideen einbringen können. Die Matrosen werden in kreativen Projekten wie Film, Fotografie und Musikproduktion ermutigt, ihre eigenen Fähigkeiten zu entdecken und auszubauen.
- Medienkompetenz ausbauen
- Das Projekt vermittelt den sicheren, reflektierten und kreativen Umgang mit digitalen Medien. Die Captains erwerben Kenntnisse in Mediengestaltung und lernen, wie sie diese didaktisch vermitteln. Die Matrosen setzen Medien praxisorientiert ein und entwickeln ein Verständnis für verantwortungsvollen Mediengebrauch.
- Persönliche Entwicklung stärken
- Das Projekt unterstützt die persönliche Entwicklung der Captains durch Eigenverantwortung, Entscheidungsfindung und Selbstorganisation. Die Matrosen gewinnen durch das kreative und praxisorientierte Arbeiten Vertrauen in ihre Fähigkeiten und lernen, Herausforderungen mit Neugier zu begegnen.
- Kulturelle Bildung und digitale Praxis verbinden
- Durch die Kombination von kulturellen Inhalten und digitalen Technologien entwickeln beide Gruppen ein Bewusstsein für die kreative und innovative Nutzung digitaler Werkzeuge. Dies schafft eine Grundlage für zukunftsorientiertes Arbeiten und Lernen.
Hintergrund
Projektidee, -partner und WeiterEntwicklung
Idee und Konzept der Medien#Matrosen stammen von Daniel Görbing.
Dieser entwickelte das Projekt 2021 innerhalb seiner Arbeit als Kultur- und Medienpädagoge des Kulturtreffs Roderbruch. Im selben Jahr wurden die Medien#Matrosen Teil des “Jugendkulturmentoring”-Programmes der Landeshauptstadt Hannover. Mit der IGS Roderbruch fand sich sehr schnell ein interessierter Projektpartner bei dem das Projekt von 2022 bis 2024 in einer ersten Pilotphase sehr erfolgreich durchgeführt wurde.
Seit der ersten Durchführung 2022 komplettierte Matti Brandmaier das pädagogische Team des Projektes.
2024 verließen Daniel Görbing und Matti Brandmaier den Kulturtreff Roderbruch als Arbeitgeber. Gemeinsam mit der Landeshauptstadt Hannover und der IGS Roderbruch führten sie das Projekt als Freiberufler in einen zweiten Projektdurchlauf. Hierzu wurde das Projekt aus den Erkenntnissen des ersten Durchganges inhaltlich und strukturell leicht überarbeitet.
Der zweite Projektdurchlauf wird im März 2026 abgeschlossen.
Das Projekt wurde bisher zu zwei Dritteln aus Geldern der Landeshauptstadt Hannover und zu einem Drittel vom Förderverein der IGS Roderbruch finanziert.


